Goldoptionen
Zunächst ist hinsichtlich der Goldoptionen anzumerken, dass diese in der Regel nicht in Deutschland gehandelt werden können. Der Investor muss also über ein Handelskonto im Ausland verfügen, was durchaus mit Risiken und Nachteilen verbunden sein kann. Hinzu kommt in diesem Fall das Währungsrisiko, welches grundsätzlich bei jedem Kauf oder Verkauf einer Option besteht. Wir können daher schon an dieser Stelle anmerken, dass der Handel mit Goldoptionen grundsätzlich nur erfahrenen Anlegern empfohlen werden kann, die auch in gewisses Risiko beim Handel nicht scheuen.
Was sind Goldoptionen und wie funktionieren sie?
Doch kehren wir erst einmal zurück zu den Grundlagen. Worum handelt es sich überhaupt bei einer Goldoption? Im Gegensatz zu einem Future beinhaltet eine Option das Recht, aber nicht die Pflicht, dem der Option zugrunde liegenden Basiswert zu einem bestimmten Preis zu erwerben oder auch zu verkaufen. Um diese beiden Möglichkeiten auseinanderhalten zu können, gliedert man eine Option in zwei grundsätzliche Optionsarten: die Call-Option und die Put-Option. Bei einer Call-Option erwirbt der Käufer das Recht, den der Option zugrunde liegenden Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Er muss sein Recht jedoch nicht einlösen. Diese Call-Option kann der Anleger entweder kaufen oder auch verkaufen. Beim Verkauf gestaltet sich das Ganze genau umgekehrt: der Anleger hat als Verkäufer die Pflicht, den Basiswert zu einem festgelegten Preis an den Käufer zu verkaufen. Das Recht darauf hat er jedoch nicht.
Es bleibt festzuhalten: Bei Call-Optionen steht jeweils dem Käufer ein Recht zu, während der Verkäufer eine Pflicht hat. Ganz ähnlich sieht es bei den Put-Optionen aus. Jedoch sind die Vorzeichen hier genau umgedreht. Bei einer Put-Option erwirbt der Käufer das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen, also nicht zu kaufen. Der Verkäufer der Put-Option verpflichtet sich im Gegensatz dazu, den Basiswert zum festgelegten Preis zu kaufen.
Wieso sind Goldoptionen immer spekulativ?
Bis hierhin war das alles graue Theorie. Mehr muss der Anleger über die grundsätzliche Funktionsweise von Optionen auch gar nicht wissen, da sie in den meisten Fällen sowieso nicht ausgeführt werden. Optionsgeschäfte sind fast immer spekulativ, es wird also lediglich auf einen Gewinn gehofft, ohne die Option letztendlich auszuführen.
Welche Formen von Goldoptionen gibt es?
Weiterhin muss man zwischen verschiedenen Formen der Option hinsichtlich ihrer Herkunft unterscheiden. Bei uns ist die so genannte "europäische Option" üblich, bei der das Optionsrecht – also das Recht zur Ausführung der Option – lediglich am Ende der festgelegten Laufzeit besteht. Bei der zweiten Form der Option, die auch "amerikanische Option" genannt wird, besteht dieses Recht jedoch während der gesamten Laufzeit. Im spekulativen Bereich ist dies jedoch alles nur Theorie und kommt nicht zum Tragen.
Vor- und Nachteile von Goldoptionen
Bleibt uns schließlich noch, über die Vor- und Nachteile beziehungsweise die Risiken beim Handel mit Goldoptionen nachzudenken. Da Optionsgeschäfte relativ kompliziert sind und ganz eigenen Gesetzen folgen, empfehlen Experten den Handel mit Optionen für Kleinanleger und Einsteiger grundsätzlich nicht. Optionen sind in der Regel sehr risikoreich, sogar ein Totalverlust ist durchaus möglich. Zudem fallen recht hohe Gebühren und Nebenkosten an, da viele Optionen nur über spezialisierte Broker handelbar sind.
Gold- und Silbersparplan als Alternative
Für den unerfahrenen Anleger empfehlen Experten, den Erwerb von Fondsanteilen dem von Einzelwerten oder gar Optionen vorzuziehen. Goldoptionen können über jeden Broker an der Börse gehandelt werden. Eine Alternative dazu stellt ein Gold- und Silbersparplan dar, wie wir Ihn nachfolgend vorstellen wollen:
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