Goldkonto
Viele Anleger stören sich daran, Goldbarren, Münzen oder anderweitiges Gold in physischer Form kaufen zu müssen. Außerdem behagt es nicht jedem, wenn sein physisches Gold im Tresor bei seiner Hausbank oder einem anderen Kreditinstitut aufbewahrt wird. Zwar ist die Bank dazu verpflichtet, im Falle einer Insolvenz solche Vermögenswerte an den Eigentümer herauszugeben, es ist jedoch in der Vergangenheit bereits des Öfteren vorgekommen, dass Anleger Schwierigkeiten hatten, wieder an ihre gelagerten Werte heranzukommen.
Was ist ein Goldkonto?
Als Ergänzung zu den hier vorgestellte Formen der Kapitalanlage in Goldprodukte bietet sich das Goldkonto an. Es handelt sich dabei – einfach gesagt – um ein normales Anlagekonto, bei dem jedoch jede Einlage, die durch den Anleger auf das Konto eingezahlt wird, in Form von Gold angelegt wird. Das bedeutet: Zahlt der Anleger beispielsweise 10.000 Euro auf sein Goldkonto ein, wird das Kreditinstitut im Anschluss automatisch den Gegenwert dieser 10.000 Euro in Gold für den Anleger erwerben.
Worin besteht der Unterschied zum physischen Goldkauf?
Nun werden sich einige Anleger fragen, worin denn der Unterschied besteht, ob man Gold in physischer Form erwirbt und anschließend bei seinem Kreditinstitut lagern lässt, oder aber gleich ein solches Goldkonto eröffnet. Ein ausschlaggebender Vorteil diesbezüglich ist die Tatsache, dass bei einem Goldkonto der gesamte Goldbestand über das Einlagensicherungssystem der deutschen Banken abgesichert ist. Im Falle einer Insolvenz bekommt der Anleger also den Gegenwert seines Goldes in jedem Fall ersetzt. Trotzdem hat er die Möglichkeit, sich auf Wunsch das mit seinem Anlagekapital erworbene Gold auch in physischer Form aushändigen zu lassen.
Wer bietet ein Goldkonto an?
Das Goldkonto wird jedoch nicht nur von einigen Filialbanken in Deutschland angeboten, auch im Internet offerieren inzwischen einige Anbieter diese Kontoform. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten, insbesondere dann, wenn der Anbieter des Kontos seinen Sitz im Ausland hat. Nicht nur, dass die Goldeinlage des Kontos hierbei in der Regel nicht so sicher ist, wie bei einem deutschen Kreditinstitut, viele ausländische Banken und Investmentgesellschaften verlangen auch noch horrende Abschlussgebühren, Kontoführungsgebühren und Nebenkosten. So sind beispielsweise Anbieter aus dem Ausland bekannt geworden, die alleine eine Abschlussgebühr für das Goldkonto in Höhe von mehr als 5 Prozent der Einlage berechnen. In diesem Fall wird die Rendite des Anlegers also deutlich geschmälert oder sogar ganz zunichte gemacht.
Weiterhin ist darauf zu achten, dass einige Kreditinstitute für die Eröffnung eines Goldkontos eine bestimmte Mindestanlage voraussetzen. Oft handelt es sich hierbei zum Beispiel um eine Summe von 5.000 Euro. Wer so viel Kapital nicht flüssig hat und trotzdem in ein Goldkonto investieren möchte, für den besteht bei einigen Anbietern außerdem die Möglichkeit, einen so genannten Goldsparplan abzuschließen. In diesem Fall zahlt der Anleger Monat für Monat eine bestimmte Summe auf das Goldkonto ein, mit der dann der entsprechende Gegenwert in Gold erworben wird. Da es jedoch für die meisten Anbieter zu aufwändig wäre, in jedem Monat für eine kleine Summe Gold zu erwerben und anschließend zu lagern, wird hierbei in der Regel erst eine bestimmte Kapitalsumme gesammelt, mit der dann ein größerer Posten Gold gekauft wird.
Einkaufsgemeinschaften für Gold
Eine relativ neue Idee bezüglich des Goldkontos sind spezielle Einkaufsgemeinschaften. Hierbei wird eine Gruppe einzelner Anleger und ihr Kapital zusammengefasst und mit dem gesammelten Kapital anschließend der entsprechende Gegenwert in Gold erworben. Bei einigen Kreditinstituten ist der Kauf solcher Anteile einer Einkaufsgemeinschaft schon ab 500 Euro Einlage möglich.
Gold- und Silbersparplan als Alternative
Eine Alternative zum Goldkonto stellt ein Gold- und Silbersparplan dar, wie wir Ihn nachfolgend vorstellen wollen:
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